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Wenn wir zwischen unserem persönlichen Kommunikationsstil und einem guten Google-Ranking wählen müssen, dann nehmen wir doch eher Ersteres.

Tafelsilber? Hat kein Mensch mehr, sagen viele. Stimmt. Gab es aber früher. Damals kam die Verwandtschaft sonntags bei Café Kuchen zusammen. Sie trugen Sonntagskleider und aßen Selbstgebackenes. Gespeist wurde mit feinstem Tafelsilber – sofern man es sich leisten konnte.
Bürgerliche Bräuche, die es so wohl kaum noch in Europa gibt. Das Tafelsilber war nicht nur wertvoll, es hatte auch die hässliche Eigenschaft trauerschwarz anzulaufen. Schuld sind Schwefelverbindungen, die über die Speisen und die Luft an das Metall kommen. Deshalb musste der wertvolle Besitz regelmäßig poliert werden.
Heute kennt man das Tafelsilber noch als Redensart. Es bezeichnet den wertvollsten Besitz, den man auch in der Not nicht leichtfertig veräußern darf.

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